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Limitdriver Hotlap Fahrtechnik Tipps und Tricks

Hotlap Fahrtechnik

 

Vorbereitung

 

Bevor man sich auf eine schnelle Runde machen möchte um eine gute Rundenzeit zu erreichen sollte man einige Vorbereitungen treffen. Diese dienen nicht nur dazu eine bessere Zeit herauszufahren sondern auch der Sicherheit. Verschlissene Fahrwerksteile verschlechtern das Fahrverhalten im Grenzbereich nachhaltig und können unter Umständen schneller zum Kontrollverlust führen.

- Überprüfung der Reifen auf eventuelle Schäden wie Risse, Blasen,Beulen und eingefahrenen Gegenständen und dem richtigem Luftdruck.

- Überprüfung der Bremsen. Die Bremsbeläge sollten vor jedem Run noch mindestens 25-30% Belagstärke aufweisen. Die Bremsscheiben dürfen nicht stark eingelaufen sein, keine größeren Riefen aufweisen oder verzogen sein

- Sämtliche Fahrwerksteile wie Querlenker, Achsaufhängungen und Stoßdämpfer müssen in einem einwandfreien Zustand sein

- Auto von überflüssiger Ballast befreien. Gegenstände aus dem Fahrgastraum und dem Kofferraum entfernen.

- Alle Betriebsstoffe wie Motoröl, Kühlwasser, Bremsflüssigkeit, Servolenkungsöl etc auf Maximum befüllen

 

Regeln
 

Auf jeder Strecke wie dem Eurospeedway Lausitzring oder dem Spreewaldring gibt es vorgeschriebene Verhaltensregeln. Grundsätzlich gilt:

- Riskante Fahrmanöver vor allem in Nähe anderer Teilnehmer unterlassen

- Immer genügend Abstand zum Vordermann halten

- Schnellere Fahrzeuge vorbeilassen dazu z.B. Blinker rechts setzen und auf der rechten Seite der Strecke fahren so das der Schnellere links überholen kann

- Schwarz/Weiß karierte Flagge bedeutet Auslaufrunde - in die Box fahren

- schwarze Flagge bedeutet man hat die Strecke sofort zu verlassen und in die Box zu fahren

- gelbe Flagge bedeutet Vorsicht - runter vom Gas ( andere Teilnehmer stehen z.B. auf der Strecke )

- Sollte man "abfliegen" und nicht mehr weiter fahren können auf keinen Fall über die Strecke laufen.

Man sollte immer daran denken das man keine echten Rennen gegen die anderen Teilnehmer fährt. Es geht um Spaß und lernen. Um Unfälle zu vermeiden sollte man immer die Sicherheit im Auge behalten. Im übrigen gelten auf manchen Strecken sogar  Vorschriften der STVO. Wer z.B. einem hinten drauf fährt wird für den Schaden unter Umständen sogar aus eigener Tasche aufkommen müssen.

Strecke erkunden
 

Wenn man eine Strecke noch nicht kennt, bringt es nichts wie wild darauf los zu rasen. Vielmehr sollte man die ersten Runden gesittet angehen lassen und sich darauf konzentrieren sich die Streckenführung einzuprägen. Nur wer die Streckenführung kennt kann eine optimale Linie fahren. Dabei auch beachten ob Bodenwellen, Dreck, Gefälle, Steigungen und unterschiedliche Fahrbahnbeläge vorhanden sind - all diese Faktoren haben großen Einfluss auf das physikalische Fahrverhalten.

 

Schnelle Runde bei gutem Wetter

 

Tipps für Anfänger:

Grundsätzlich sollte man sich erstmal an die klassische Linie halten. Fährt man zu aggressiv wird man die Ideallinie öfters verlassen - das kostet Zeit. Die Kunst liegt darin das Fahrzeug auf der Ideallinie bis ans Limit zu treiben. Dabei so wenig lenken wie möglich. Das Auto schön weich laufen lassen. Ständige Lastwechsel vermeiden. Wer am Lenkrad reißt wie verrückt und ständig das Heck abfangen muss verliert Zeit. Der Bremspunkt vor einer Kurve muss so liegen, das man möglichst spät bremst. Man fährt eine Rechtskurve also weit links außen an und zieht dann nach innen rechts um am Kurvenscheitelpunkt ganz innen zu sein, nun kann man wieder sehr früh beschleunigen.

Tipps für Fortgeschrittene:

Fortgeschrittene Fahrer denen es keine Probleme bereitet sauber auf der Ideallinie zu fahren und über fortgeschrittene Fahrtechniken verfügen, wie z.B. durch Lastwechsel das Heck mit lenken zu lassen können aggressiver fahren und dadurch noch bessere Zeiten herausfahren.

Beim Anbremsen und runterschalten kann man Fahrtechniken einsetzen die das Fahrzeug stabilisieren. Eine Methode ist, beim Bremsen das Bremspedal und Gaspedal mit dem rechten Fuß gleichzeitig zu betätigen. Dadurch kann man beim einkuppeln Lastwechsel vermeiden. Diese Technik erfordert allerdings sehr viel Erfahrung und Gefühl und ist in ihrer Wirkung Abhängig vom verwendetem Fahrzeugtyp und den Streckengegebenheiten. Man sollte immer bedenken das die Reifen nur eine bestimmtes Maximum an Grip übertragen können. Um schnell zu sein, muss man den optimalen Mix aus Beschleunigen, Bremsen und Kurvenfahrt finden. Bedeutet, wenn man beim einfahren in die Kurve voll auf der Bremse steht, kann man die Kurve nicht so schnell durchfahren als wenn man einen schönen gleitdenden Übergang von Anbremsen - Einlenken und Bremse lösen vornimmt.

Gut abgestimmte Fahrzeuge lassen sich durch leichte Lastwechsel ( Gas wegnehmen oder Gas geben ) mit dem Heck korrigieren. Das Heck soll dabei nicht rapide zum ausbrechen gebracht werden sondern feinfühlig korrigiert werden. So lassen sich bestimmte Kurven schneller durchfahren, da man das Fahrzeug schneller auf die nachfolgende Gerade ausrichten kann und somit früher beschleunigen.Das geht vor allem in engen Streckenabschnitten wie dem Omega-S auf dem Spreewaldring.

 

Schnelle Runde im Regen

 

Auch im Regen macht das fahren am Limit Spaß, manchen sogar mehr als auf trockener Strecke. Bei nasser Fahrbahn sind die Kurvengeschwindigkeiten geringer, aber der Grenzbereich ist viel höher - so lassen sich z.B. schön Drifts fahren wenn man möchte. Das Anbremsen vor allem aus höheren Geschwindigkeiten ist bei Regen aber sehr viel schwieriger, da durch die wechselnden Bedingungen von einer Runde auf die andere der Bremspunkt weiter vor der Kurve liegen kann. Bremst man dann genauso wie vorher, sind arge Abflüge vorprogrammiert. Während man im Trockenen ruhig mal zu spät bremsen kann und trotzdem noch halbwegs auf der Strecke bleibt, passiert es im Regen schon mal das man weit ins Kiesbett fährt oder gar in die Leitplanke. Deshalb lieber früher bremsen wenn man nicht weis ob der Grip konstant ist. Vor allem bei sehr wechselhaften Bedingungen wo es mal regnet und mal nicht, ist es sehr schwer den Grip einzuschätzen. Einfacher ist es, wenn es konstant durch regnet, da dann auch die Streckenverhältnisse konstanter sind.

Im Regen kann es von Vorteil sein eine ganze andere Linie zu fahren. So könnte man z.B. probieren eine starke Rechtskurve weit außen anzufahren und erst sehr spät einzulenken und weit außen zu bleiben. Man muss dann zwar weiter runter bremsen und stärker einlenken als bei der klassischen Linie, aber man kann sehr viel früher den Wagen gerade stellen und beschleunigen - es steht einem also mehr Beschleunigungsweg bis zu nächsten Kurve zur Verfügung. Das holt dann eventuell die verlorene Zeit mehr als heraus und bringt Vorteile.